Zwischen Höhenrausch und wackeligen Knien
Am 23. Februar 2010 war es soweit: die Teilnehmer des ersten Kletterkurs - Durchgangs für substituierte Klienten aus der Psychosozialen Betreuung und dem betreuten Wohnen machten sich auf den Weg in luftige Höhen. Ein Mindestmaß an gesundheitlicher und sportlicher Eignung sowie Beikonsumfreiheit waren die einzigen Voraussetzungen, um beim Klettern dabei zu sein.
Bevor der erste „Gipfel“ erklommen werden konnte, mussten noch ein passender Gurt und Kletterschuhe ausgeliehen werden. Noch ein paar leichte Aufwärmübungen, um den ansonsten obligatorischen Muskelkater zu vermeiden und dann ging es an die Kletterwand. Die Betreuerinnen sicherten die Klienten, die mit großer Begeisterung zum ersten Mal in ihrem Leben in die Senkrechte starteten.
Nach den leichten Einstiegsrouten ging es an die 12 Meter hohe Wand, die den meisten erst einmal gehörig Respekt einflösste. Hier waren Mut, Ausdauer, Geschicklichkeit und auch etwas Kraft gefragt. Auf Anhieb schaffte es nur einer , aber mit viel Anfeuerung und guten Tipps vom Team, gelang es letztendlich allen, eine der langen Routen zu meistern.
Auch die Theorie kam nicht zu kurz: so lernten die Klienten, sich selber mit einem speziellen Seilknoten einzubinden und bekamen einen ersten Einblick, wie man seinen Partner sichert. Denn auch darum geht es beim Klettern: den Anderen verantwortungsvoll und umsichtig zu halten.
Nach drei Stunden waren die Teilnehmer erschöpft, aber stolz und glücklich über die neue Erfahrung und ihre bemerkenswerte Leistung. Alle betonten ihr großes Interesse, an einem regelmäßigen Klettertraining teilzunehmen.
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