logo

Zielgruppe: "Substitutions - Senioren"

Im Bereich Betreutes Wohnen für Substituierte stieg der Anteil der älteren Bewohner in den letzten Jahren kontinuierlich. Waren im Jahr 2005 noch 30,4% der Klienten über 40 Jahre sind es heute bereits 41,5%. Konfrontiert mit diesen neuen Anforderungen begann der Notdienst Berlin e.V. bereits 2007, das Angebot an die Bedarfe dieser Bewohner anzupassen. Es wurde kein neues Programm entwickelt - statt dessen versucht, die bestehenden Hilfen zu ergänzen und zu modulieren, um individueller auf Wünsche eingehen zu können.

Mit der Genehmigung zur Einrichtung weiterer 25 Wohnplätze für ältere Bewohner mietete der Bereich entsprechende Räume im Erdgeschoss sowie Wohnungen mit Lift an, um die Selbstständigkeit bei Mobilitätseinschränkungen weitgehend zu erhalten.

Mit dem Ausbau der Wohnplätze für ältere Substituierte wurde die Beschränkung der Aufenthaltsdauer von zwei Jahren für diese Gruppe von Bewohnern schon jetzt in Einzelfällen aufgehoben. Längerfristige Wohnverhältnisse wurden so möglich. In Verhandlungen mit der Senatsverwaltung strebt der Träger eine bedarfsgerechte Aufenthaltsdauer für die Klienten an. Ein großer Teil der älteren Klientel kommt aus der eigenen Wohnung, viele litten an ihrer Vereinsamung sowie der Verwahrlosung des Wohnraums. Um eine größtmögliche Beheimatung und Behaglichkeit sicherzustellen, können die älteren Bewohner mit Unterstützung des Haushandwerkers auf Wunsch ihre eigenen Möbel mitbringen und die Wohnung nach ihren Vorstellungen gestalten.

Eine Kooperationsvereinbarung mit einem geeigneten Pflegedienst gewährleistet mittlerweile eine bedarfsgerechte ergänzende pflegerische Betreuung (Medikamentenvergabe, Insulininjektionen, hauswirtschaftliche Verrichtungen etc.). Für alle Fragen der Zusammenarbeit ist eine Sozialarbeiterin verantwortlich, die zusätzlich über eine pflegerische Ausbildung verfügt.

Im Rahmen der Einzelfallarbeit zeigte sich, dass die Vorstellungen von einer angemessenen Betreuung sehr klar sind und sich von denen jüngerer Klienten unterscheiden. So hat sich die Betreuung älterer Bewohner durch ältere Mitarbeiter bewährt und spiegelt eine Würdigung der Lebenserfahrung und des Expertentums für die eigene Situation wieder.

Ein flexibler Umgang hinsichtlich der Gestaltung, der Inhalte und der Frequenz von Gruppenangeboten fördert die Akzeptanz bei den älteren Substituierten. Die Gruppenangebote haben heute eher den Charakter von Veranstaltungen oder Fortbildungen; externe Fachpersonen werden beispielsweise zum Thema Ernährungsberatung zugezogen. Gerade die Aktivierung der älteren Bewohner ist ein wichtiges Anliegen; neue Wege wurden z.B. auch mit einem EDV-Kurs beschritten. Tipps zur Freizeitgestaltung erhalten die Substituierten in den Büros, in denen Informationen über öffentliche Einrichtungen, Vereine und Freizeitangebote im Kiez gesammelt werden.

Zusammenfassend zeigt sich, dass das Älterwerden in Würde innerhalb der schwierigen Lebensrealität, die eine langjährige Drogenabhängigkeit mit sich bringt, für den Betreuungskontext bedeutet:

 

 


 


Pic


Öffentlichkeitsarbeit

Ansbacher Straße 11
10787 Berlin
Tel: (030) 219 160 17
Fax: (030) 218 99 46



Öffnungszeiten
werktags: 09.00-15.00 Uhr

Pressesprecherin

Heike Krause