Integration in den Arbeitsmarkt
Der gesellschaftlichen Integration und beruflichen Rehabilitation von drogenabhängigen Menschen wird zunehmend mehr öffentliche Aufmerksamkeit geschenkt. Doch noch bis Ende der neunziger Jahre war Drogenabhängigkeit ein Ausschlusskriterium für die Aufnahme in berufliche Rehabilitationsprogramme, so dass Abhängige kaum Möglichkeiten hatten, ihren beruflichen Entwicklungsweg nach der Stabilisierung durch Substitution oder Therapie fortzusetzen.
Der Notdienst Berlin e.V. hat schon früh erkannt, dass das Augenmerk bei der Resozialisierung drogenabhängiger Menschen besonders auf dem Thema Beschäftigung liegen muss. Ein Schwerpunkt in der psychosozialen Betreuung substituierter Drogenabhängiger liegt deshalb in der Verbesserung der beruflichen Situation der Hilfesuchenden. Die Einrichtung drop in, die schon seit vielen Jahren psychosoziale Betreuung für substituierte drogenabhängige Menschen anbietet und das Arbeitsprojekt die werkstatt kooperieren hier besonders eng miteinander, um eine optimale Versorgung für die Hilfesuchenden sicherzustellen.
Ein Großteil der Klienten, die im drop in im Rahmen der medizinischen Substitution psychosozial betreut werden, kann nur auf eine prekäre Berufsbiographie mit abgebrochenen Schul- und Ausbildungsabschlüssen sowie langen Phasen von Arbeitslosigkeit verweisen. Das Selbstvertrauen in die eigene berufliche Kompetenz ist dementsprechend gering. Für die Betreuerinnen im drop in steht daher die Motivationsarbeit an erster Stelle.
Der kurze Weg zwischen dem drop in und dem Arbeitsprojekt die werkstatt ist eine gute Voraussetzung dafür, dass Klienten schnell und unkompliziert in eine Tätigkeit vermittelt werden können. Motivationseinbrüche, drohende Rückfälle oder Konflikte werden zeitnah und mit allen Beteiligten besprochen und geklärt. Für viele der Klienten ist die werkstatt deshalb die optimale Möglichkeit, ihre Arbeitsfähigkeit und Begabungen in einem geschützten Rahmen auszutesten.
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